Blog

Die Achtsamkeit der Besucher wecken

Die Achtsamkeit der Besucher wecken

Schnell verbindet man den Begriff „Achtsamkeit“ mit Meditation. Dennoch bezieht sich Achtsamkeit im Gegensatz zur Meditation vielmehr auf die Wahrnehmung der äußeren Umgebung. Meditation ist gewöhnlich eine nach innen gerichtete Reflektion der Gedanken. Bei der Achtsamkeit liegt der Fokus auf dem gegenwärtigen Augenblick. Dabei stehen auch nicht nur Gedanken im Fokus, sondern auch Gefühle und Empfindungen. Wie erfährt also der Besucher Achtsamkeit?


Achtsamkeit in der Veranstaltungsbranche ist kein neues Konzept. Doch sie setzt sich immer mehr als wertvolles Instrument durch, wenn man das Publikum auf ein Thema fokussieren möchte. Dave Crenshaw, Autor von The Myth of Multitasking: How Doing It All Gets Nothing Done behauptet: „Zeitmanagement ist tot; die wahre Herausforderung in unserem Alltag heißt Fokusmanagement.“


Viele sehen das vielleicht anders, aber zumindest diejenigen, die sich oft abgelenkt fühlen, werden der Behauptung zustimmen. Die Welt wächst und das Telefon in unserer Hand gibt uns jede Information, die man braucht oder auch nicht braucht (Wer googelt schon, wie man ein Ei kocht?). Dadurch werden wir immer mehr von flüchtigen und unterbewussten Gedanken irritiert.


„Zeitmanagement ist tot; die wahre Herausforderung in unserem Alltag heißt Fokusmanagement.“ - Dave Crenshaw


INWIEFERN HAT DAS AUSWIRKUNGEN AUF EVENTS?

Das Ziel eines Veranstaltungsorganisators ist es, eine unvergessliche Erfahrung zu bereiten. Es gibt unzählige Quellen, wo Besucher die Informationen finden können, die auf einer Veranstaltung vermittelt werden. Alles, was sie bei ihrer Recherche nicht finden, suchen sie auf Veranstaltungen: Möglichkeiten für Networking, direkte Reaktionen der Zuhörer auf einen Vortrag, Körpersprache und individuelle Ratschläge. Das bekommt man nur in persönlichen Gesprächen und Treffen.

Wir möchten an dieser Stelle die immer wieder auftauchenden Befürchtungen zerstreuen, dass neue Technologien Veranstaltungen verdrängen werden. Wir sind uns sicher, dass Events, Messen, Ausstellungen, Kongresse und dergleichen weiterhin wichtige Bestandteile von Marketingstrategien bleiben. Und in hartumkämpften Märkten werden Events sogar noch besser besucht sein. Aber es reicht nicht mehr aus, einfach nur für Möglichkeiten zu sorgen.

Aus diesem Grund wird ja auch immer wieder betont, wie wichtig es ist, die Erfahrung von Besuchern und Sponsoren so unvergesslich wie möglich zu gestalten. Zu dieser Erfahrung zählt auch die Achtsamkeit der Besucher.

BIETEN SIE ERFAHRUNG UND ACHTSAMKEIT IN EINEM

Wenn Sie ein Event planen, soll es spektakulär werden. An was denken Sie, wenn Sie sich ein Event vorstellen? Energiegeladene Musik, Lichter, Menschen, Verkäufer, Messestände, Schilder, Bildschirme und so weiter. Wie wirkungsvoll ist das aber tatsächlich für die Besucher? Wahrscheinlich nicht so sehr, wie wir meinen. Reizüberflutung gibt es zu oft und sollte eigentlich vermieden werden. Gott sei Dank verbreitet sich diese Erkenntnis endlich. Es liegt nicht immer im Interesse einer Veranstaltung, den ganzen Tag mit Sitzungen und Vorträgen vollzustopfen.

Bei der Achtsamkeit wird geübt, seine Aufmerksamkeit aktiv auf die Gegenwart zu fokussieren. Wenn wir eine Botschaft übermitteln wollen, die bei den Zuhörern Nachhall findet, benötigen wir einen Zugang zu ihnen, der nicht irgendwo im Sand verläuft. Der Nutzen, den Besucher aus einem Event haben, kann noch viel größer sein, wenn sie animiert sind, sich in den Moment einzubringen.

Mehr Reize = mehr Wert? Nicht zwangsläufig. Berücksichtigt man die Erwartungen der Besucher an eine Veranstaltung, ist erkennbar, dass sie sich v.a. Erfahrungen wünschen, d.h. Interaktionen mit anderen Leuten aus der Branche, Zugriff auf besondere Informationen, die Chance, Antworten für sich zu suchen und zu finden usw.

Indem wir interaktive Erfahrungen, Networking-Gelegenheiten und Quellen für branchenspezifische Informationen bieten, ermöglichen wir es den Besuchern, ihre Aufmerksamkeit auf die ihnen wichtigsten Dinge zu richten. Dadurch erfährt der Besucher Achtsamkeit.

WIE ANIMIEREN WIR ALSO ZU ACHTSAMKEIT?

Das Konzept der Achtsamkeit haben schon einige aufgegriffen: Apple, Target, Google, große Messen, führende Fortbildungsprogramme und viele andere. Irgendetwas an diesem Konzept ändert theoretisch die Art und Weise, wie wir lehren und schulen.

Trotz jahrelanger Forschung zu den neurowissenschaftlichen und psychologischen Hintergründen der Achtsamkeit ist erst jetzt ihre Umsetzung zu beobachten. Warum? Der Achtsamkeit haftet, obwohl sie wissenschaftlich begründet und eine unternehmerische Initiative ist, das Stigma an, teuer und zeitaufwändig zu sein.

Tatsächlich liegt sie aber bereits in uns und in den Dingen, die wir tun. Bloß weil Einrichtungen geschaffen werden, die sich nur mit dieser Methode beschäftigen, bedeutet das nicht, dass sie nicht auch für uns zu greifbar ist. Glauben Sie jedoch nicht, dass sie damit den "Geist der Zuhörer kontrollieren". Es ist genau das Gegenteil: Sie geben ihnen die Chance, die Verantwortung für ihren eigenen Geist zu übernehmen. Es ist kein Heilmittel gegen Stress, es ist eine Methode, die ermutigt, im „Jetzt“ zu leben, ohne Vorurteile und Vorbehalte. Wir zeigen Ihnen drei sehr konkrete Möglichkeiten, wie sie ihren Besuchern unvergessliche Erfahrungen bereiten können.

  1. Atmosphäre: Wie können Sie Wirkung erzielen, ohne nur auf Markenführung, Beleuchtung und Musik zu setzen? Geben Sie neuen Dingen Zeit für die Einführung. Die Besucher sind schon genug überfordert, wenn sie an einen unbekannten Ort gelangen, wo sie niemanden kennen.
  2. Zeitplanung: Packen Sie nicht jeden Augenblick voll. Auf Kongressen und Events geht es um Kontakte und Netzwerken. Geben Sie den Besuchern Zeit und Raum, sich unter Leute zu mischen. Warum nicht draußen? Mit Natur ist der Mensch vertraut, egal, wo er ist.
  3. Zeit für sich: Es ist nicht verwunderlich, dass sich Besucher nach einem anstrengenden Vormittag ins Hotelzimmer zurückziehen. Sie sind schon erschöpft und hatten noch keine Gelegenheit, sich mal hinzusetzen und etwas zu essen, die Kinder oder im Büro anzurufen und das zu verarbeiten, was sie gelernt haben. Unterstützen Sie sie dabei, sich einen Moment für sich selbst zu nehmen.

In unseren Augen ist Achtsamkeit keine Modeerscheinung. Wir sehen den Wert, den die Achtsamkeit unseren Zuhörern, Rednern, Kollegen und uns selbst bringt. Was halten Sie davon, Achtsamkeit in Veranstaltungen einzubringen? Erfolgsrezept oder Modeerscheinung?

Dieser Blog Post wurde im englischen Original von Tylor Bishop verfasst.

Related Blogs

How much more productive could your salespeople be if they had access to their customer data, follow ups, and sales opportunities on their mobile phone no matter where they are in the world? New mobile business solutions are readily becoming the most effective tool
With a student body of 11,000, Marquette University is one of the largest Jesuit universities in the United States. Managing events, catering and billing could be arduous tasks without the right software. Luckily, they found Ungerboeck’s integrated solution. “It’s
Wouldn’t it be great if you had everything you needed to increase sales right at your fingertips? If you could send emails directly from your CRM database, track clickthroughs and bouncebacks, and automatically log responses and create follow ups for sale reps
Ever wish there were more hours in a day? A well designed application using the latest technology could do just that – give you extra time, up to 30 minutes per day! Rich Internet Applications (RIAs) are web-based programs that combine the best characteristics

Wir verwenden auf unserer Website Cookies, um Ihr Erlebnis auf unserer Website so benutzerfreundlich wie möglich zu gestalten. Cookies sind ungefährliche kleine Textdateien, die auf Ihrem Rechner abgelegt werden und die Ihr Browser speichert, sodass Ihr Browser beim nächsten Besuch wiedererkannt wird. Wenn Sie diesen Hinweis mit "OK" bestätigen, erklären Sie sich damit einverstanden. Nähere Erläuterungen zur Cookie-Nutzung finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.