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Future meeting space
Einblicke
Artikel
5 Min Lesen

Future Meeting Space: Interaktivität als wegweisendes Element

Mit der Zukunft der Veranstaltungsbranche beschäftigen sich derzeit das GCB, das Fraunhofer IAO und der EVVC innerhalb des Innovationsverbundes Future Meeting Space. Welche Anforderungen haben die Meetings und Konferenzen der Zukunft zu erfüllen? Aus der Analyse des Projektes der Entwicklungen sollen konkrete Anforderungen technischer, organisatorischer und räumlicher Natur herausgearbeitet werden. Spannend ist vor allem der "Future Meeting Room", den die beteiligten Verbände erarbeitet haben: Dabei handelt es sich um potenzielle Zukunftsszenarien von Veranstaltungen.

Die folgenden Hauptanforderungen an zukünftige Veranstaltungen wurden identifiziert:

  • Interaktion
  • Zeit
  • Flexibilität
  • Sicherheit
  • Kurzfristigkeit
  • Erlebnis

Co-Working und Kleingruppen

Die Szenarien vereinen Multi Space Räumlichkeiten mit dem Konzept des Co-Workings sowie das Arbeiten in Kleingruppen, wie es von vielen jungen Menschen bereits heute ausgeübt wird. Co-Working Spaces wie das Betahaus in Berlin beispielsweise sind beliebte Räumlichkeiten, die eine neue Generation der Arbeitskultur fördern. Auch Unternehmen wie Microsoft reagieren auf diesen Trend und gestalten ihre Bürogebäude entsprechend.

Kommunikation fängt bei den Möbeln an

Betrachtet man die "Nebenräume" eines klassischen Venues, ist dem Foyer in Zukunft eine größere Bedeutung als Vernetzungszone und Ort des Austausches beizumessen. Was das bedeutet? Auch dort werden bequeme Möbel und Sitzgelegenheiten benötigt. Der Kaffeestand mit Stehtischen mag vielleicht nicht immer ausreichend sein, da mitunter die kreativsten Ideen "zwischen Tür und Angel" geboren und die interessantesten Kontakte außerhalb von Breakout Sessions geknüpft werden. Flexibles und bewegliches Mobiliar bietet sich demnach an. Einladend, offen, sichtbar, bequem und auf keinen Fall fest installiert sollten die Möbel zum informellen Austausch einladen.

Wissensvermittlung über Interaktion

Die Wissensvermittlung über frontale Vorträge ist mittlerweile ein mehr als angestaubtes Konzept (wenn auch leider immer noch stark angewandt). Die passive Wissensaufnahme in Verbindung mit einer aktiven Auseinandersetzung wird immer wichtiger in Meetings, Konferenzen oder auch Kongressen. Eigenes Nachdenken und lebhafte Diskussionen sind erwünscht. Dass oftmals nur Impulse gegeben werden, fördert die Auseinandersetzung der Lernenden mit dem Thema und vermag somit die Lerneffekte zu verbessern.

Zukunftsszenarien

Hier ein Umriss der Szenarien, die aus dem Future Meeting Space hervorgehen (unbedingt anschauen: die zugehörige Infografik).

INTERAKTIVES FORUM. Der Impulsvortrag als Grundlage für die Interaktion in Kleingruppen ist ein wichtiges Szenario für die effektive Wissensvermittlung und um sich weg von einseitigen Vorträgen zu bewegen. Er findet an einem zentralen Ort statt und ist für ca. 50-200 Teilnehmer ausgelegt.

RÄUMLICH-VERTEILTER KONGRESS. Da sich dieses Format über viele verschiedene Orte verteilt, kann die Teilnahme sehr vielseitig gestaltet werden. Denkbar ist auch der Einsatz von Video- und Konferenztechnologien oder auch Hologrammen. Trotz der räumlichen Ausdehnung kommt dieses Szenario mit maximal 50 Teilnehmern aus und deckt lediglich einen halben Tag ab. Maximale Wissensvermittlung bei voller Flexibilität sozusagen.

CO-WORKING KONGRESS. Selbstbestimmt und individuell, über einen Zeitraum von etwa einer Woche, bildet dieses Szenario einen wichtigen Bestandteil der ortsunabhängigen Digitalwirtschaft. Während viele Teilnehmer ausreichend Zeit und Ruhe brauchen, um zu arbeiten (texten, coden, designen...), werden Entspannung und Networking bei diesem Szenario großgeschrieben.

ANALOGER KONGRESS. Hier geht es um Ruhe, Isolation und Nachhaltigkeit. Dieses Szenario stellt einen entspannten Wissenstransfer in den Vordergrund und ist am ehesten in ländlichen, ruhigen Gebieten anzusiedeln. Ein interessanter "Gegentrend" zur immer schneller voranschreitenden Digitalisierung und sicherlich eine wichtige Entwicklung, um Burnout, Überarbeitung und anderen gesundheitlichen Problem entgegenzuwirken. Mit maximal 50 Teilnehmern ist dieses Szenario vergleichsweise klein.

HYBRIDER KONGRESS. Dieses eintägige Szenario funktioniert losgelöst von festen Standorten und vernetzt Teilnehmer über das Internet. Ein realer, physischer Raum ist vorgesehen, aber unbedingt verbunden mit einem virtuellen Raum, sodass Teilnehmer sich über das Internet live dazu schalten können.

VIRTUAL GOES REAL. Die Vorteile des persönlichen Wissensaustausches und der Interaktion werden bei diesem Konzept miteinander verbunden. Nach wir vor ist "reale Vernetzung" ein wichtiger Bestandteil von Meeting-Formaten: Das wahrgenommene Erlebnis profitiert davon und der Austausch hat eine andere Qualität als über Online-Tools.

Lust auf mehr?

Mehr zu den Ergebnissen und Hintergründen zum Forschungsverbund können Sie dem Innovationskatalog des Future Meeting Space entnehmen. Der komplette Innovationskatalog kann hier heruntergeladen werden.

Außerdem:

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