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Nachhaltigkeit
Einblicke
Artikel
5 Min Lesen

Megatrend „Nachhaltigkeit“ in der Veranstaltungsbranche - am Best Practice Beispiel darmstadtium

Megatrend „Nachhaltigkeit“ in der Veranstaltungsbranche - am Best Practice Beispiel darmstadtium

Gastbloggerin: Miriam von der Heyden, darmstadtium.de

Nachhaltigkeit ist laut GCB Zukunftsstudie „Tagung und Kongress der Zukunft“ einer der Megatrends der Veranstaltungsbranche. Doch auf diesen Begriff „Trend“ sollte man sich nicht verschärfen – denn darauf sollte Nachhaltigkeit keinesfalls beschränkt bleiben. Nachhaltigkeit ist keine Modeerscheinung, bei der jeder mitmacht, sondern eine notwendige Grundlage für zukunftsorientiertes Handeln.

Headerbild darmstadtium

Ressourcenschonende Nachhaltigkeit durch ausgefeilte Gebäudetechnik

Bauliche Gegebenheiten von Kongresszentren bieten vielerorts die optimale Grundlage für nachhaltige Veranstaltungen – andere Veranstaltungshäuser „rüsten“ baulich auf und implementieren zusätzlich ein Nachhaltigkeitsmanagementsystem.

Dem darmstadtium wurde Nachhaltigkeit in der Planungsphase des Gebäudes durch architektonische Rafinessen in die Wiege gelegt und diente bereits vielerorts als „Blaupause“ für nachhaltige Veranstaltungszentren. Die Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt, mit dem Fachbereich „Architektur, Entwerfen und Energieeffizientes Bauen“, war richtungsweisend bei der Entwicklung und Entstehung des Energiekonzeptes:

green darmstadtium schema
  • überwiegend durch interne Wärmequellen beheizt
  • hauseigener Biomasse-Heizkessel als wichtiger Bestandteil der Energieversorgung - als Brennstoff dienen ihm Holzhackschnitzel aus der Region
  • über 400 Solarmodulen auf dem Dach – erzeugen rund 70.000 Kilowattstunden pro Jahr
  • die Calla, der Trichter aus Glas und Stahl im atrium, wird gleich zweifach ressourcenschonend genutzt – zur Regenwassersammlung und zum Ansaugen der Luft. Daraus resultieren Wärmerückgewinnung aus der Abluft, Kühlung der Zuluft durch Verdunstung des gesammelten Regenwassers und dessen Nutzung für die sanitären Einrichtungen sowie die Berieselung der Grünanlagen.
Eingangsfoyer atrium mit Calla

Zertifizierungen für nachhaltige Kriterien

Es gibt zahlreiche Zertifikate von unterschiedlichen Anbietern, die nachhaltige Angebote auszeichnen. Eine unvollständige Auswahl sei hier genannt.
Bei der DGNB-Zertifizierung wird anhand von 50 unterschiedlichen Kriterien die nachhaltige Gesamtperformance eines Gebäudes betrachtet, u.a. bezüglich ökologischer und soziokultureller / funktionaler Qualität. Als erstes deutsches Kongresszentrum erhielt das darmstadtium das DGNB-Zertifikat in Silber (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V.).
Ein internationales Zertifikat ist der „Green Globe Certification Standard“. Der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. (EVVC) und die "Green Globe Certification" haben gemeinsam dieses spezielle Zertifizierungsverfahren zum Thema Nachhaltigkeit für Veranstaltungshäuser entwickelt. Eine Auswahl von über 380 Einhaltungsindikatoren wird auf 44 einzelne Zertifizierungskriterien angewendet. Die zutreffenden Kriterien und Indikatoren variieren nach Kategorie der Zertifizierung, geografischem Gebiet wie auch örtlichen Faktoren.
Das darmstadtium war eines der ersten Kongresszentren Deutschlands, das bereits 2011 mit dem internationalen "Green Globe"-Nachhaltigkeitszertifikat für seine Umweltschutzmaßnahmen und Nachhaltigkeit ausgezeichnet wurde.

Eingangsfoyer atrium


Das darmstadtium ist jedoch nicht nur im Veranstaltungsbetrieb ein Vorzeigeobjekt für Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und intelligente Energienutzung. Auch im Büro ist das Umweltengagement tief verankert. Dafür erhielt das Kongresszentrum den ersten Platz im Wettbewerb "Büro und Umwelt 2014" (Kategorie "Unternehmen bis zu 500 Mitarbeiter"). Im Mittelpunkt dieses Wettbewerbs des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M. e.V.) steht der schonende Umgang mit Ressourcen im Büroalltag sowie die Beachtung von Umweltaspekten bei der Beschaffung von Büroprodukten. Teilnehmen können Unternehmen unterschiedlicher Größen und Branchen.
Mehr eine Selbstverpflichtung als ein Zertifikat ist die Aktion „fairpflichtet“ von GCB und EVVC. Nichtsdestotrotz ist dieser Nachhaltigkeitskodex der Veranstaltungsbranche wichtiger Bestandteil, da Unternehmen sich so den Grundsätzen des „nachhaltig handelnden Unternehmers“ verschreiben und den Nachhaltigkeitskodex anhand der gegebenen Leitsätze umsetzen.

CO2-freundliche Veranstaltungen

Auch außerhalb der baulichen Grundlagen und der Zertifizierungen gibt es Möglichkeiten, nachhaltig zu agieren. CO2-Emissionen sind teilweise unvermeidbar, aber können eingeschränkt werden, wie durch Abfallvermeidung, einen zertifizierten Reinigungsservice oder das Angebot einer nachhaltigen Anreise. Zudem können die Emissionen kompensiert bzw. ausgeglichen werden. Dies geschieht i.d.R. durch Aufforstungsaktionen.
Auch das darmstadtium übernimmt auf diese Weise Verantwortung und kompensiert in Kooperation mit dem lokalen Klimapartner ENTEGA alle stationären CO2-Emissionen im Kongresszentrum. Der Darmstädter Ökostromanbieter kompensiert als Klimapartner des darmstadtiums die rund 130 Tonnen Kohlendioxid, die trotz aller Energieeinsparmaßnahmen durch den laufenden Betrieb des Wissenschafts- und Kongresszentrums pro Jahr entstehen.